Dienstag, 15. April 2014

Rezension: Deichmörder


Titel: Deichmörder

 

Autor: Hendrik Berg

Verlag: Goldmann Verlag

Seitenzahl: 352

ISBN-10: 3442479916

ISBN-13: 978-3442479917

Preis: 8,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Vor den Nachstellungen eines gewissenlosen Triebtäters flüchtet die junge Eva mit ihrem Mann in aller Heimlichkeit aus Berlin nach Nordfriesland. Hier, in einem kleinen, aber wunderschönen Haus direkt am Rand der nordfriesischen Marsch will sie den Erinnerungen an die Bedrohung durch den skruppellosen Mario Stein entkommen, der geradezu besessen war von ihr – dem die Polizei jedoch nie etwas nachweisen konnte. Anfangs scheint das junge Paar in der Idylle Nordfrieslands seinen Frieden gefunden zu haben. Doch bald fühlt sich Eva erneut verfolgt und bedroht – und diesmal von weit mehr als nur von der eigenen Vergangenheit ...

 

Meine Meinung: 

Das Buch beginnt mit einem Rückblick in die Vergangenheit. Eine junge Frau sehnt sich nach ihrem Mann Boye, der wahrscheinlich verschollen ist. Sie sitzt mit den anderen Dorfbewohnern in einer Kirche und hat Angst vor dem Knecht Hans, der sie schon sexuell belästigt hatte. Gerade als die Predigt immer gruseliger wird, bricht der Deich in dem kleinen Dorf in Nordfriesland. Als nächstes landet der Leser im Heute und erlebt wie das Ehepaar Eva und Till in ein wunderschönes Haus nahe des Deichs in dem kleinen, imaginären Örtchen Kleebüll einzieht. Beide sind aus Berlin hergezogen und der Hauptgrund war, dass Eva von einem Psychopathen gestalkt wurde. Der Stalker namens Mario Stein wurde zwar verurteilt befindet sich aber auf freiem Fuss. Dank eines aufmerksamen Berliner Polizeikommissars behält die Polizei in Kleebüll die Leute rund um Eva auch im Auge und versucht sie so zu beschützen. Als Stein schließlich herausfindet, dass sich Eva gar nicht mehr in Berlin befindet wird es richtig spannend und die Verfolgungsjagd lässt den Puls ganz schön in die Höhe schnellen.  

 

Hendrik Berg schafft es in diesem Buch eine durchgängige Spannung zu erzeugen, nur an manchen Stellen waren mir die historischen Verweise ein bisschen zu langatmig, denn das hat für mich die Spannung herausgenommen. Die Verknüpfungen zwischen Gegenwart und Vergangenheit waren sehr gut gelungen und auch die Charaktere, vorallem auch manche Nebencharaktere fand ich toll ausgearbeitet, was die Hauptcharaktere manchmal ein bisschen blass wirken liess. Evas Mann war mir total unsympathisch, aber der Polizeikommissar Krumme hat mir sehr gut gefallen. Viele Punkte gab es für mich für die tolle Beschreibung der Landschaften und der Atmosphäre, für mich kam da teilweise eine ganz tolle Stimmung rüber. Alles in allem ein toller Krimi mit minimalen Mankos.

 

  

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