Mittwoch, 23. April 2014

Rezension: Der Beobachter

Bildquelle: Blanvalet Verlag

Titel: Der Beobachter

 

AutorIn: Charlotte Link

Verlag: Blanvalet

Seitenzahl: 656

ISBN-10: 3442367263

ISBN-13: 978-3442367269

Preis: 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Er beobachtet das Leben wildfremder Frauen. Träumt sich an ihre Seite, in ihren Alltag. Identifiziert sich mit ihnen und will alles von ihnen wissen. Als Beobachter. Auf der Flucht vor seinem eigenen Dasein, das aus Misserfolgen besteht. Nur aus der Ferne liebt er die schöne Gillian Ward. Die beruflich erfolgreiche Frau, glücklich verheiratet, Mutter einer reizenden Tochter, wird von ihm über die Maßen idealisiert. Bis er zu seinem Entsetzen erkennt, dass er auf eine Fassade hereingefallen ist. Denn nichts ist so, wie es scheint. Gleichzeitig schreckt eine Mordserie die Menschen in London auf. Die Opfer: alleinstehende Frauen. Auf eine rachsüchtige, sadistische Weise umgebracht. Die Polizei sucht einen Psychopathen. Einen Mann, der Frauen hasst.

 

Meine Meinung: 

Das Buch "Der Beobachter" von Charlotte Link ist eine äußerst spannende Geschichte, die lange Zeit aus mehreren Erzählsträngen besteht, aber ich konnte dem allen gut folgen und war gespannt darauf, wie die Stränge miteinander verknüpft werden würden. Der eine Erzählstrang handelt von den Morden an zwei alleinstehenden älteren Frauen, die vorher  psychisch terrorisiert worden waren. Die Morde geschahen beide nach dem gleichen Muster und der Polizei gelingt es lange Zeit gar nicht irgendwelche Gemeinsamkeiten zu entdecken, um Rückschlüsse auf den Täter ziehen zu können. Als ein dritter Mord geschieht, der gar nicht ins Muster passt tappt die Polizei noch mehr im Dunkeln. 

 

Der zweite Erzählstrang handelt von Samson, er ist arbeitslos und lebt bei seinem Bruder und seiner Schwester. Um seine Tage zu füllen hat er es sich zur Angewohnheit gemacht andere Leben zu beobachten, vorallem von Frauen, aber auch von der Familie von Gillian Ward. Als Gillians Mann ermordet wird gerät Samson unter Verdacht und flüchtet. Gillian ist in ihrer Ehe schon länger unglücklich und als sie den Handballtrainer ihrer Tochter kennenlernt fängt sie bald darauf eine Affäre mit ihm an. John Burton war nicht ist selbstständig und trainiert nebenbei die Jugendlichen, er war Polizist - ist aber aus dem Dienst ausgeschieden. In "Der Beobachter" ermitteln vorwiegend John Burton, da er sich um Gillian sorgt. 

 

Ich fand das Buch sehr gelungen, aber stellenweise auch ein bisschen langatmig. Bei den Charakteren fand ich Gillian etwas blass, aber mit dem Charakter John Burton hat die Autorin bei mir total gepunktet. Er wirkt zwielichtig, aber das erhöht die Spannung und dass er nicht der konventionelle Ermittler ist, hat mir auch gut gefallen. Schade fand ich, dass sich stellenweise die Erzählungen hingezogen haben, das hat leider die Spannung etwas gedämpft. Mit den letzten 150 Seiten hatte mich Charlotte Link, aber wieder total erreicht. Die Spannung stieg nochmal stark an und die psychologischen Aspekte fand ich interessant und sehr realistisch erarbeitet. Ein toller Thriller, der am Anfang gut ist, aber zum Ende nocheinmal besser wird.

 

 

 

 

 

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