Freitag, 21. November 2014

Rezension: Verwandt in alle Ewigkeit


Titel: Verwandt in alle Ewigkeit

 

Autorin: Hera Lind

Verlag: Diana Verlag

Seitenzahl: 416

ISBN-10: 3453291239

ISBN-13: 978-3453291232

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Lisa schwor sich einst, nie in die hässliche Kleinstadt zurückzukehren, in der ihre spießige Zwillingsschwester freiwillig blieb. Doch als Lisas Mann sich eine Jüngere schnappt, kommt sie mit ihrer 17-jährigen Tochter am Steuer im zweiten Gang buchstäblich wieder angekrochen. Sie findet eine überarbeitete Schwester und eine verwirrte Mutter vor. Hannah braucht Urlaub, und Lisa behauptet, sie komme schon klar. Doch Ursula hat Alzheimer, und Lisa versteht nicht, was sie ihr mitteilen will. Erst ein altes Tagebuch offenbart ein gut gehütetes Geheimnis der Mutter, und so kommt Lisa auf die Idee, dem Schicksal auf die Sprünge zu helfen ...

 

Meine Meinung: 

Zusammen mit ihrem Mann Frank hat Lisa sich das erfolgreiche Reisebüro Klüger Reisen in Salzburg aufgebaut. Die gemeinsame Tochter steht kurz vor dem Abitur. Eigentlich könnte Lisa zufrieden sein mit ihrem Leben, doch dann findet sie heraus, dass ihr Mann sie betrügt. Mit der jüngeren Mitarbeiterin Sandra. Doch damit nicht genug, Sandra ist schwanger von Frank und beide wollen heiraten. Für Lisa bricht eine Welt zusammen.
Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, bittet Lisas Zwillingsschwester Hannah sie, zurück in ihre Heimatstadt Schierchstadt zu kommen, um auf die gemeinsame Mutter acht zu geben. Lisa überwindet sich, da sie gerade Abstand von allem braucht und bricht mit ihrer Tochter nach Schierchstadt auf. In ihrer alten Heimat erwarten sie eine verhärmte Schwester, die dringend einmal Urlaub bräuchte und eine Mutter, die an Alzheimer erkrankt ist. Schweren Herzens lässt sich Lisa dazu überreden, die Sommerferien auf ihre Mutter acht zu geben, doch dann findet sie heraus, dass ihre Schwester nicht bloß einfach Urlaub macht. Sie hat sich auf Weltreise begeben und das kann dauern. Zeit genug, dass sich Mutter und Tochter neu kennenlernen…


 

Die Geschichte um Lisa und ihre Mutter wird zum einen aus mehreren Perspektiven und auf mehreren Zeitebenen erzählt. Der Leser lernt nicht nur Lisas gegenwärtige Situation kennen, sondern auch die Lebensgeschichte von Uschi – Lisas Mutter.
Hera Lind beschreibt mit viel Witz und Herzlichkeit die Marotten und Eigenarten der kranken Mutter. Aber auch die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, die ihre Tochter anfangs empfindet, sind für den Leser oder Zuhörer deutlich spürbar. Mutter und Tochter nähern sich einander wieder an, trotz oder gerade wegen der Krankheit, ist diese Entwicklung langsam, aber beständig festzustellen.


Die schwere Thematik "Alzheimer" hat Hera Lind in diesem Roman liebevoll, verständlich und immer einfühlsam beschrieben. Das neue Kennenlernen von Mutter und Tochter ist warmherzig und interessant beschrieben. Manchmal ist die Thematik bedrückend, was bei so einer schweren Erkrankung aber auch nicht zu umgehen ist. Mein Daumen geht nach oben!



 



 

 

Kommentare:

  1. Ich muss ehrlich zugeben, dass Ich um Hera Lind bisher nen riesen Bogen gemacht habe, allerdings hört sich das Buch wirklich spannend an. Das Thema Alzheimer find ich immer wieder lesenswert, da ich es unvorstellbar finde, plötzlich sich an nichts mehr erinnern zu können, die eigene Familie nicht mehr zu erkennen. Eigentlich unfassbar. Die Betroffenen tun mir wirklich schrecklich leid und auch die Angehörigen.
    Buch landet auf jeden Fall auf meiner Wunschliste.

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    1. Hey Nelly,
      ich finde manche Bücher von ihr richtig gut. Vorallem die um wahre Begebenheiten. Bin dann gespannt wie es dir gefällt. Lg Petra

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