Montag, 23. Februar 2015

Rezension: Der Schneegänger von Elisabeth Herrmann


Titel: Der Schneegänger

 

Autorin: Elisabeth Herrmann

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 448

ISBN-10: 3442313864

ISBN-13: 978-3442313860

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

In einem eisig kalten Winter wird am Rande von Berlin das Skelett eines kleinen Jungen gefunden. Schnell ist klar, dass es sich um einen alten Fall handelt, den die Polizei vier Jahre zuvor nicht lösen konnte - bis heute ein Stachel im Fleisch von Hauptkommissar Lutz Gehring. Als er und Sanela Beara die Ermittlungen neu aufrollen, begegnen sie dem charismatischen Vater des Jungen der in den einsamen Wäldern der Mark Brandenburg eine Wolfsstation leitet. Aber ist er wirklich so unschuldig, wie er behauptet? Sanela Beara hat nur eine Chance, die Wahrheit herauszufinden: Sie schleust sich in die vermögende Familie Reinartz ein, bei der die Mutter des Kindes als Angestellte tätig war - und hinter den Mauern der prachtvollen Villa enthüllt sich ihr eine Dramatik ungeahnten Ausmaßes...

 

Meine Meinung: 

"Der Schneegänger" ist ein Krimi der Autorin Elisabeth Herrmann. In diesem Buch trifft man zum zweiten Mal auf die Ermittlerin Sanela Beara und den Kriminalhauptkommissar Lutz Gehring. Gleich zu Beginn des Buches wird  Kriminalhauptkommissar Lutz Gehring zu einem Tatort gerufen. Es wurde das Skelett eines Kindes gefunden und Gehring hat sofort den Verdacht, dass der Tote ein Junge ist, der vor einigen Jahren entführt wurde. Gehring war damals mit dem Fall betraut, der nicht gelöst werden konnte, und er konnte es nicht recht verwinden, dass das Kind nicht gefunden werden konnte. Der Kommissar zieht für die Ermittlungen Polizeimeisterin Sanela Beara hinzu, weil sie, wie die Eltern des toten Jungen, kroatische Wurzeln hat und ihn bei der Überbringung der Todesnachricht sprachlich unterstützen soll.

 

Der ehrgeizigen Sanela, die inzwischen an der Hochschule für Wirtschaft und Recht studiert, um in den gehobenen Dienst aufzusteigen, reicht das natürlich nicht. Sie hängt sich in den Fall hinein, nicht zuletzt, weil der Vater des Toten, der Wolfsforscher Darko, sie fasziniert. Die Mutter des toten Jungen war damals als Hausangestellte bei der vermögenden Familie Reinartz beschäftigt und es ist möglich, dass die Familie mit dem Entführungsfall von damals zusammenhängt, also nutzt Sanela ihre kroatischen Kontakte und schleust sich als Putzfrau bei der Familie Reinartz ein, um Undercover zu ermitteln...

 

Der Schreibstil von Elisabeth Herrmann hat mir sehr gut gefallen und auch die Buchidee hat meinen Geschmack getroffen. Die Protagonisten haben mir beide gut gefallen, besonders Sanela Beara ist, wie ich finde, ein interessanter Charakter. Ich möchte nun auch noch den ersten Teil der Reihe mit ihr lesen. Bei den Ermittlungen war es für mich leider manches Mal ein bisschen zu unglaubwürdig. Zwei Szenen sind mir da besonders in Erinnerung geblieben, die mich gestört haben und das ganze sehr "erfunden" dargestellt haben, zum einen raucht Beara mit dem Sohn der Reinartz einen Joint (Hallo?) , und sie beginnt sich auf einen Tatverdächtigen einzulassen. Solche Dinge haben bei mir den besonderen Charakter der unkonventionellen Ermittlerin nicht hervorgehoben, sondern sie eher unglaubwürdig erscheinen lassen. Ebenso war die Auflösung der Geschichte für mich nicht stimmig. Es kam mir manches zu unrealistisch vor, was ich sehr schade fand. 

 

"Der Schneegänger" ist ein guter Krimi, mit einer interessanten Ermittlerin, der mich durch ein paar Mängel leider nicht komplett überzeugen konnte!

 

  

 

 

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