Samstag, 18. April 2015

Rezension: Am Anfang war der Frost von Delphine Bertholon


Titel: Am Anfang war der Frost

 

Autorin: Delphine Bertholon

Verlag: Limes

Seitenzahl: 320

ISBN-10: 3809026271

ISBN-13: 978-3809026273

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

1981. Grâce Bataille führt in ihrem malerischen Familienhaus in der französischen Provinz ein Leben wie aus dem Bilderbuch – mit zwei wunderbaren Kindern und einem Mann, den sie abgöttisch liebt. Doch die Fassade bröckelt, als eines Tages ein neues Au-Pair-Mädchen bei ihnen anfängt. 2010. Grâce erwartet wie zu jedem Weihnachtsfest Besuch von ihren Kindern. Dieses Jahr aber ist alles anders. Ihr Mann, der dreißig Jahre zuvor ohne ein Wort verschwand, taucht wieder auf. Und plötzlich geschehen seltsame Dinge im einst idyllischen Haus - ein Stein fliegt durch ein Fenster, ein Messer steckt im Sofa...

 

Meine Meinung: 

"Am Anfang war der Frost" ist ein Buch der Autorin Delphine Bertholon. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Grâce. Erzählt wird die Geschichte aber in mehreren Strängen und aus unterschiedlichen Perspektiven. Zum einen aus der Sicht von Grâce, der Mutter, die größtenteils aus ihrem Tagebuch liest.

Zum anderen gibt es die Sicht von Nathan, ihrem jüngsten Sohn, der früh heiratete, verwitwet ist und Vater von Zwillingen ist. Die Tochter spielt in der Geschichte eher eine untergeordnete Rolle – mal ist sie mehr mal weniger stark präsent. Erst später geht einem auf, dass sie eine Schlüsselrolle einnimmt. Als schließlich der Vater auftaucht, der dreißig Jahre zuvor Wort- und spurlos verschwunden war, wird dieser Roman deutlich spannender und Delphine Bertholon lässt einen die Abgründe der Charaktere spüren. 

 

Der Spannungsbogen bleibt ab diesem Zeitpunkt recht konstant, meiner Meinung nach, gab es keine großen Abweichungen, weder nach oben oder nach unten. Die Charaktere hat die Autorin ebenfalls recht gut ausgearbeitet, sodass sie meistens glaubhaft wirkten. Was mir auffiel ist, dass es überhaupt keinen Zusammenhang zum Buchtitel gibt. (Oder habe ich da etwas übersehen?) Jedenfalls hatte ich eine etwas andere Vorstellung an die Geschichte, sodass sie mich nicht hundertprozentig überzeugen konnte, auch wenn durchaus Potenzial da war.

 

"Am Anfang war der Frost" ist ein spannender Roman über familiäre Abgründe und Schicksale, der mysteriös, aber manchmal leider etwas überladen auf mich wirkte. 

 

 

 

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