Montag, 13. März 2017

Rezension: Das Buch der Spiegel von E.O. Chirovici

Titel: Das Buch der Spiegel

Autor: E.O. Chirovici

Übersetzer: W. Schmitz & S. Morawetz

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 384

ISBN-10: 3442314496

ISBN-13: 978-3442314492

Preis: 20,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Die Wahrheit des einen ist die Lüge des anderen.
Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen ...

 

 

Meine Meinung:

"Das Buch der Spiegel" ist ein Roman des Autors E. O. Chirovici. Auf dieses Buch bin ich durch das geniale Cover und den Titel aufmerksam geworden und als der Klappentext dann auch noch ansprechend klang, war klar, dass ich es lesen muss. 

 

In dieser Geschichte geht es um ein Manuskript des Autors Richard Flynn. Flynn hatte das Manuskript an den Literaturagenten Peter Katz geschickt und dieser war direkt davon begeistert. Besonders interessant war es für ihn, da es um die Ermordung von Professor Joseph Wieder in Princeton geht, und dieser Fall nie aufgeklärt werden konnte. Katz hat die Vermutung, dass der unheilbar kranke Autor den Mord gestehen, oder den Täter enthüllen will. Doch bevor es zu diesem brisanten Punkt kommen kann, endet das Manuskript abrupt. 

 

Katz versucht Flynn zu kontaktieren, doch dieser ist mittlerweile verstorben. Doch der Literaturagent will näheres herausfinden und beschließt Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit dem ermordeten Wieder in Kontakt stand. Doch selbst als Katz Hilfe für die Nachforschungen bekommt, scheint sich die Lösung des Falles immer mehr zu entfernen ... 



Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr gut gelungen. Direkt zu Beginn habe ich mich mit dem Schreibstil von E.O. Chirovici sehr wohlgefühlt, da der Autor eine wirklich tolle Atmosphäre aufbaut und auch eher anspruchsvoller schreibt. Aber auch wenn dem Text die "Einfachheit" fehlte liess er sich wunderbar und flüssig lesen. Ich fand, dass Chirovici's Stil toll mit der Geschichte harmonierte. 

 

Das Buch ist in drei große Abschnitte aufgeteilt, wobei jeder von ihnen einen anderen Protagonisten begleitete. Im ersten Abschnitt erfährt man mit Katz die Geschichte von Richard Flynn, wie er sie in seinem Manuskript schildert. Der zweite Abschnitt befasst sich mit den weiteren Nachforschungen von dem Journalisten John Keller, der von Katz mit weiterer Recherche beauftragt wird. Im dritten und abschließenden Teil trifft man auf den Polizisten Roy Freeman, der damals im Mordfall Wieder ermittelte und mittlerweile pensioniert ist. Die Aufteilung fand ich sehr gut, aber ich hätte mir manchmal etwas mehr Tiefgang bei den Charakteren gewünscht. 


Am besten gefallen haben mir der erste und der letzte Abschnitt. Im Mittelteil hatte ich leider manchmal den Eindruck, dass die Handlung auf der Stelle tritt, was ich, nach dem vielversprechenden Beginn echt schade fand. Der Spannungsbogen wurde am Anfang sehr gut aufgebaut und ich war ebenso wie Katz gespannt drauf, wie Flynn's Manuskript weitergehen würde. Das hat der Autor wirklich raffiniert und interessant gelöst. Im Mittelteil hat die Spannung leider ziemlich abgenommen, um gegen Ende nochmal ein bisschen anzusteigen. Meiner Meinung nach, wurde das Niveau vom Anfang leider nicht mehr ganz erreicht. 


Positiv: 

* interessanter Buchaufbau

* spannende Buchidee

* raffinierte Wendungen in der Handlung

* viele Themen und Sätze, die zum Nachdenken anregen


Negativ: 

* Leider nahm die Spannung im Mittelteil etwas ab, was ich mir anders gewünscht 

   hätte


"Das Buch der Spiegel" ist ein toll geschriebener Roman, bei dem mich zwar nicht jeder Moment gefesselt, mich der Autor aber, mit der raffiniert gestalteten Atmosphäre,  gut unterhalten hat!

 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen