Mittwoch, 30. August 2017

Rezension: Die Stunde der Erben von Charlotte Link

Titel: Die Stunde der Erben

Band: 3 von 3

Autorin: Charlotte Link

Verlag: Blanvalet Taschenbuch

Seitenzahl: 544 

ISBN-10: 3442374189

ISBN-13: 978-3442374182

Preis: 10,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Ihre große Sturmzeit-Trilogie – jetzt im Blanvalet-Taschenbuch!

Deutschland in den 1970er Jahren. Die junge Alexandra Marty hat viel von ihrer Großmutter Felicia geerbt – vor allem deren Realitätssinn und die Fähigkeit zu pragmatischem Handeln. Als sie jedoch gegen ihren Willen das Erbe Felicias antreten muss, setzt sie alles auf eine Karte – und verliert …

  

 

 Meine Meinung: 

"Die Stunde der Erben" ist der dritte und damit abschließende Band der "Sturmzeit" - Trilogie der Autorin Charlotte Link. Nachdem ich Band 1 und 2 begeistert zum zweiten Mal mit lieben Bloggerkolleginnen in Leserunden gelesen habe, war ich schon voller Vorfreude auf den dritten Teil. Hier waren meine Erinnerungen eher geringer, aber ich hatte ihn insgesamt als schwächsten der Bände in Erinnerung.

 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Alexandra Marty. In den siebziger Jahren ist die junge Alexandra, genannt Alex, überrascht, als ihr ihre Großmutter Felicia ihre Firma überschreibt. Eigentlich sollte ihr Bruder alles übernehmen, aber aus verschiedenen Gründen entschließt sich Felicia dazu Alex zu ihrer Nachfolgerin zu machen.

 

Voller Ehrgeiz stürzt sich Alex in ein Studium und versucht sich mit dem Firmenalltag vertraut zu machen. Es scheint alles gut zu laufen und selbst die Arbeit mit ihrem Exfreund Dan klappt erfreulich gut, bis Alex eines Tages alles riskiert und verliert ... 


 

Der Einstieg in diesen abschließenden Teil der Trilogie ist mir sehr gut gelungen. Der bildhafte und wunderbar flüssig zu lesende Schreibstil hat mich direkt wieder gefangen genommen, was ich toll fand. Die Handlung dieses Romans ist ebenso vielschichtig aufgebaut, wie die beiden Vorgänger und so bekommt man als Leser/Leserin in verschiedenen Handlungssträngen einen tollen Einblick in die Leben und Erlebnisse verschiedener Charaktere. 

 

Der Haupterzählstrang wird von Alex bestritten und die Autorin gibt hier schöne Einblicke sowohl in den beruflichen Zweig, als natürlich auch in das Privatleben der Protagonistin. Ein weiterer Erzählstrang befasst sich mit Julia, die mit ihrer Familie im Osten von Berlin lebt und eine Flucht nach Westen plant. Zudem gibt es auch Passagen, die von Belle's Leben berichten und natürlich auch ein bisschen aus Felicia's Leben. Es gibt ein Wiedersehen mit bereits bekannten Charakteren, aber es kommen auch ein paar neue hinzu, die allesamt ihren ganz eigenen Reiz hatten.  

 

Den Spannungsbogen hat Charlotte Link ziemlich gut gehalten und ich habe das Buch selten einmal aus der Hand gelegt. Es gab lediglich ein zwei Passagen, die mir etwas zu langatmig und spannungsarm waren und der Rest hat mich hingegen überzeugt. Die Ausarbeitung der Charaktere ist hervorragend und auch in diesem Band gibt es Charaktere mit vielen Facetten, die in Erinnerung bleiben. Die Mischung aus Sympathieträgern und Antagonisten ist ausgewogen und was ich besonders schön fand war, dass es, bei den Charaktereigenschaften, nicht nur schwarz oder weiß gibt, sondern auch einige Grautöne. 


Was mir ein bisschen aufgefallen ist, und zwar nicht nur im positiven, waren einige Zeitsprünge in den Erzählungen, bei denen ich mir einen etwas nahtloseren Übergang gewünscht hätte. Ein großes Highlight waren für mich wieder die Emotionen. Es gab einige emotionale Szenen und auch, wenn ich nicht immer so mitgefiebert habe, wie in den Vorgängern, habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen und als ich das Buch zugeklappt habe, war ich schon ein bisschen wehmütig, da ich einige der Charaktere sehr gerne mag und gar nicht recht, von ihnen, Abschied nehmen wollte. 


Positiv: 

* bildhafter und wunderbar zu lesender Schreibstil

* tolle Ausarbeitung der Charaktere

* schöne Darstellung der Emotionen

* verschiedene interessante Erzählstränge


Negativ: 

* manchmal wirkten größere Zeitsprünge ein wenig holprig


"Die Stunde der Erben" ist ein gelungener Abschluss einer wunderbaren Trilogie, der für mich nur minimal hinter den ersten beiden Bänden zurückbleibt und mir somit tolle Lesestunden beschert hat!

 

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