Montag, 3. Juli 2017

Rezension: Die Stunde der Schuld von Nora Roberts

Titel: Die Stunde der Schuld 

Autorin: Nora Roberts

Übersetzerin: Theda Krohm - Linke

Verlag: Blanvalet

Seitenzahl: 608

ISBN-10: 3764506083

ISBN-13: 978-3764506087

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Sie änderte ihren Namen, sie änderte ihr Leben – aber jemand will sie nicht gehen lassen ...
Naomi Carson war elf, als sie ihrem Vater eines Nachts in den Wald folgte. Sie vermutete dort ihr Geburtstagsgeschenk, ein neues Fahrrad. Stattdessen machte sie eine grausige Entdeckung, die ihre Welt zerbrechen ließ – denn ihr Vater war nicht der Mann, für den ihn alle hielten. Trotz allem wuchs Naomi zu einer starken jungen Frau heran und bereiste als erfolgreiche Fotografin die Welt. Nun hat sie beschlossen, ihr unstetes Leben aufzugeben und endlich sesshaft zu werden. Sie verliebt sich in ein altes Haus an der Küste – und in den attraktiven Xander Keaton, doch als im Wald bei ihrem Haus eine Frauenleiche auftaucht, scheint der Albtraum von Neuem zu beginnen … 

 

 

Meine Meinung: 

"Die Stunde der Schuld" ist ein Spannungsroman der Autorin Nora Roberts. Auf dieses Buch habe ich mich schon seit Monaten gefreut, da ich die Bücher der Autorin super gerne lese und darunter besonders die Geschichten, die eine Mischung aus Spannung und Liebesgeschichte bieten.

 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Naomi Carson. Naomi's Kindheit endete, als die Elfjährige ihrem Vater eines Nachts in den Wald folgte. In der Hoffnung einen Blick auf ihr gewünschtes Geburtstagsgeschenk zu erhaschen geht sie in den versteckten Kellerverschlag, aus dem sie ihren Vater zuvor hat kommen sehen. Doch dort unten stößt Naomi auf ein Grauen, welches sie ihr gesamtes Leben lang begleiten soll. 

 

Trotz der traumatischen Erfahrungen gelingt es Naomi zu überleben und ihre Leidenschaft zur Fotografie erfolgreich zum Beruf zu machen. Eines Tages verliebt sie sich in ein altes Haus an der Küste und hat das erste Mal in ihrem Leben den Wunsch an einem Ort sesshaft zu werden. Dazu trägt auch der attraktive Xander Keaton bei, der Naomi's Herz zum stolpern bringt. Doch das Glück bleibt nicht lange ungetrübt, weil Naomi eines Tages eine Frauenleiche im Wald vor ihrem Haus findet und sich die Geschichte zu wiederholen scheint ...

 


Der Einstieg in diesen Roman ist mir sehr gut gelungen. Direkt zu Beginn hat mich Nora Roberts mit einem spannenden Beginn gefesselt. Die Autorin beschreibt nicht nur bildhaft und flüssig, denn es gelingt ihr zudem auch die geballten Emotionen glaubhaft rüberzubringen. Besonders die ersten ca 150 Seiten klebte ich nahezu an den Seiten und war wirklich bewegt von Naomi's Schicksal und den Folgen für die gesamte Familie, auch in den Jahren danach. 



Nora Roberts erzählt die Geschichte so gut, bis zum Naomi's Teenagerjahren. Danach gibt es einen Zeitsprung und man begegnet Naomi als erwachsene Frau, die mit dem alten Haus an der Küste einen Rückzugsort gefunden zu haben scheint. Leider hat die Autorin ab diesem Zeitpunkt das Tempo erheblich gedrosselt, sodass ich ab und an ein bisschen die vorherige Spannung vermisst habe. Die Geschichte war ab da zwar immer noch sehr gut zu lesen und unterhaltsam, aber das klasse Niveau vom Anfang wurde leider nicht mehr gehalten.  

 

Wenn ich sage, dass der Spannungsbogen zu Beginn konstant sehr hoch war, ist er leider kurz darauf auf ein Mittelmaß abgesunken. Nicht einmal das Finale hat mich noch richtig gefesselt, da die Geschichte ein bisschen vorhersehbar wurde. Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir wirklich gut gefallen und ich mochte auch ihre Entwicklungen. Schön fand ich zudem die detaillierten und liebevoll gezeichneten Beschreibungen über die Fotografie. Etwas zu langatmig waren, mir persönlich, die Beschreibungen über die Renovierungen am Haus. Hier hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht.

 

Positiv: 

* super angenehmer und bildhafter Schreibstil 

* schöne Ausarbeitung der Charaktere

* der Beginn der Geschichte ist voller Spannung und sehr gelungen

* die Emotionen sind vielschichtig und werden authentisch rübergebracht

 

Negativ: 

* nach dem dichten und spannenden Beginn, verliert die Geschichte leider deutlich

   an Tempo und auch ein bisschen an Spannung

 

"Die Stunde der Schuld" ist eine gelungene Mischung aus Spannung und Liebesgeschichte, die das Potenzial für ein Highlight hatte, aber leider stellenweise etwas langatmig wurde. Dennoch ein sehr lesenswertes Buch, bei dem mich besonders der Anfang begeistern konnte!

 

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