Freitag, 8. September 2017

Kurzrezension: Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde

Titel: Die Geschichte der Bienen

Autorin: Maja Lunde

Übersetzerin: Ursel Allenstein

Verlag: btb

Seitenzahl: 512

ISBN-10: 3442756847

ISBN-13: 978-3442756841

Preis: 20,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

 

 


Lesegrund: 

Auf dieses Buch bin ich durch die vielen positiven Rezensionen und Schilderungen aufmerksam geworden. Vom Titel her hätte ich nicht zwangsläufig dazu gegriffen, aber wie gut, dass ich mir den Inhalt durchgelesen habe, denn dieser hat mich direkt neugierig gemacht.

 

Handlung: 

In diesem Buch geht es um drei verschiedene Geschichten, die nicht nur verschiedene Akteure mitbringen, sondern auch in unterschiedlichen Jahren spielen. Im Jahr 1852 trifft der Leser/die Leserin auf den Biologen und Samenhändler William,  der seit einigen Wochen das Bett nicht mehr verlassen kann. Doch eines Tages kommt ihm die Idee zu einem neuartigen Bienenstock, der alles verändern könnte. Im Jahr 2007 lernen wir den Imker George kennen, der einen großen Hof betreibt, den sein Sohn übernehmen soll. Doch Tom hat ganz andere Pläne, aber alles verändert sich als eines Tages alle Bienen verschwinden. Auf die Chinesin Tao trifft man im Jahr 2098. Tao muss Bäume von Hand bestäuben, da es Bienen schon längst nicht mehr gibt. Sie wünscht sich ein besseres Leben, aber dieses rückt in noch weitere Ferne, als ihr Sohn Wei - Wen einen Unfall hat ...

 

Schreibstil: 

 Der Schreibstil von Maja Lunde hat mir weitestgehend gut gefallen. Besonders schön fand ich, dass es passend zu den verschiedenen Geschichten auch jeweils eine veränderte Erzählform gab. Das gab den Roman noch mehr Originalität und auch Abwechslung. 



Charaktere: 

Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Ich mochte die verschiedenen Facetten der Haupt - aber auch mancher Nebencharaktere und habe das Zusammenspiel unter ihnen als angenehm und passend empfunden. 

 

Spannung: 

Der Spannungsbogen bleibt die meiste Zeit über auf einem mittleren Niveau, was ich aber nicht schlecht fand. Manchmal hätte ich auch etwas mehr Spannung gut gefunden, aber langweilig oder uninteressant waren die Geschichten in keinem Moment. 

 

Emotionen:  

Die Emotionen waren, in meinen Augen, ein großes Plus dieser Geschichte. Nicht nur die Schicksale der Charaktere bewegten mich als Leserin, sondern auch die Themen, die Maja Lunde anschneidet regen häufig zum Nachdenken und Hinterfragen ein. Dieses ist auch mit persönlichen Emotionen und Eindrücken verknüpft, bei denen der Leser/die Leserin ganz eigene Gefühle zur Thematik entdecken kann. Schön finde ich auch, dass hier Themen auf originelle und clevere Weise beleuchtet werden und dennoch Spielraum für eigene Ansichten lassen.  

 

"Die Geschichte der Bienen" zeigt eine Zukunftsversion, bei der Spannung mit Emotionen verknüpft und mehr als einmal auch zum Nachdenken angeregt wird. Dieses Buch kann auch gut der Schubs in eine umweltbewußte Lebensweise werden.

 

1 Kommentar:

  1. Hallo Petra,

    deine Rezi ist völlig an mir vorbeigegangen, dabei ist dieses Buch für mich ein echtes Lieblingsbuch. Gerade die verschiedenen Geschichten zeigen die immense Bedeutung der Bienen für die Menschen.

    LG Barbara

    Hier findest du meine Rezi:
    http://sommerlese.blogspot.de/2017/04/die-geschichte-der-bienen-maja-lunde.html

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